3R-Tierschutzpreis der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen University

25.08.2017

In der biomedizinischen Forschung und Medizin werden zur Beantwortung vieler Fragestellungen Tiere eingesetzt und den Tieren hierbei Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt. Als integraler Bestandteil der medizinischen und wissenschaftlichen Forschung, ohne die es kein Grundlagenwissen über Behandlungsmethoden oder die Wirkung von Medikamenten gäbe, bleiben sie jedoch notwendig.

 

Wir tragen zugleich jedoch eine im Grundgesetz verankerte Verantwortung für das Tier als Mitgeschöpf und haben sein Leben und Wohlbefinden zu schützen.

Nach dem Tierschutzgesetz dürfen Tierversuche nur durchgeführt werden, wenn zur Beantwortung der Fragestellung keine anderen Methoden oder Verfahren angewendet werden können. Trotz einer Weiterentwicklung im Bereich der Alternativmethoden besteht ein großer Bedarf weiterer Entwicklungen und Validierungen.
Um die Entwicklung von Alternativmethoden zum Tierversuch in möglichst allen Bereichen voranzutreiben, in denen Tierversuche zur Anwendung kommen, schreibt die Medizinische Fakultät der RWTH Aachen einen Förderpreis in Höhe von 3.500 € aus.

Der Preis wird für innovative wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die einen Beitrag zum 3R-Konzept nach Russel und Burch (Replacement, Reducement, Refinement) leisten, um damit Tierversuche zu ersetzen, zu vermindern oder die zu einer Verbesserung der Versuchsbedingungen führen. Antragsberechtigt sind alle Mitglieder der RWTH.
Interessenten können sich mit einer Publikation, einer Dissertation oder einem maximal zweiseitigen Projektvorschlag bewerben. Die Unterlagen sind bis zum 29.09.2017 beim Vorsitzenden des Auswahlgremiums, Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Dr. phil D. Groß, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik in der Medizin einzureichen.