Leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM)

 

Der Verteilung von Mitteln nach Leistungskriterien kommt eine immer größere Bedeutung zu. Gleichzeitig ist unverzichtbar, dass bei allen Maßnahmen die grundgesetzlich garantierte Freiheit in Forschung und Lehre gewahrt wird, die zur Verwirklichung selbstbestimmter und selbstverantworteter Wissenschaft eben auch ein Minimum an Mitteln voraussetzt.

Die Medizinische Fakultät trägt diesem Spannungsfeld Rechnung, indem sie auf der einen Seite jedem Professor eine Grundausstattung garantiert und auf der anderen Seite über einen festgelegten Algorithmus leistungsorientiert Mittel verteilt.

Ergänzt wird dieses System durch Elemente des klassischen Peer Review und dem sogenannten „Informed Peer Review“:

Grundausstattung

Die Grundausstattung setzt sich zusammen aus einem garantierten Sockelbetrag und zusätzlichen Mitteln, die historisch gewachsen oder im Rahmen von Berufungszusagen gewährt worden sind.

Die den Sockelbetrag übersteigenden zusätzlichen Mittel der Grundausstattung sind dauerhaft angelegt und dürfen nicht Gegenstand kurzfristiger Umverteilungsmaßnahmen sein. Dennoch ist dieser Teil der Grundausstattung im Prinzip disponibel und kann vom Dekanat in einem „informed peer review“ an die strategischen Bedürfnisse der Fakultät angepasst werden

Leistungsorientierte Mittelvergabe

Die Fakultät hat ein System zur Leistungsorientierten Mittelvergabe etabliert: Das Bonusprogramm I honoriert ausschließlich die Einwerbung von DFG-Mitteln, das Bonusprogramm II berücksichtigt alle übrigen Drittmittel und die Publikationen.

Dieses System hat sich bewährt und soll fortgesetzt werden. Um einer fortschreitenden Entwertung dieser Mittel entgegenzuwirken, ist die Fakultät bestrebt, die im Rahmen von LOM verteilten Mittel weiter zu erhöhen.

Peer Review

Die Fakultät fördert ihre Wissenschaftler und ihre strategischen Ziele in drei besonderen Programmen: START, IZKF, Rotationsprogramm.

Diese Mittel werden von den Mitgliedern der Fakultät und von externen Gutachtern (IZKF) in einem Peer Review-Verfahren vergeben.

Informed Peer Review

Dieses Verfahren wird vom Dekanat angewendet, um dauerhafte Veränderungen des disponiblen Anteils der Grundausstattung zu begründen. Leistungsparameter dienen als Ausgangspunkt zur Begründung von Maßnahmen; im Gegensatz zur LOM gibt es hier aber keinen Automatismus, sondern es kommt zu einer strategischen Bewertung, um unter anderem fachspezifische Besonderheiten berücksichtigen zu können.

Als Leistungsparameter zugrunde gelegt wird das Verhältnis von Aufwendungen der Fakultät für die Grundausstattung im Bezug zu den damit erzielten Drittmitteln und Publikationen. Unterschreitet ein Institut oder eine Klinik hier dauerhaft eine bestimmte Maßzahl, wird das Dekanat in Zukunft Überlegungen zu Anpassungsmaßnahmen anstellen. Dabei werden — wie bereits erwähnt — Besonderheiten der Fächer und strategische Belange der Fakultät einschließlich der Lehre berücksichtigt.