Anwendungsfach Medizin (ehem. Nebenfach)

 

... für Mathematiker, Informatiker und andere Naturwissenschaftler

In der theoretischen und klinischen Medizin besteht ein zunehmender Bedarf an Einsatz und Weiterentwicklung von Methoden der rechnergestützten Informationsverarbeitung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Informationsverarbeitung und -auswertung in der klinischen, epidemiologischen und therapeutischen Forschung.
  • Verwendung wissensbasierter Informationssysteme zur Verbesserung und Aktualisierung von Diagnostik und Therapie.
  • Einsatz und Weiterentwicklung bildgegebener und bildverarbeitender Anwendungssysteme.
  • Bearbeitung grundlegender Probleme der Informationsübertragung und Steuerung in medizinisch relevanten biologischen Systemen.

Vor diesem Hintergrund wird den Studierenden der Naturwissenschaft, der Mathematik und der Informatik bereits seit mehr als 10 Jahren das Anwendungsfach (ehemals Nebenfach) Medizin angeboten. Die Ausbildung im Nebenfach zielt auf die praktische Anwendung mathematischer und informatischer Methoden im Berufsfeld Medizin.

Das Anwendungsfachstudium Medizin ist ganz bewusst nicht als kleines Medizinstudium konzipiert. Es soll kein medizinisches Fachwissen vermittelt, sondern prinzipielle Einblicke in Terminologie, Methodik und Problemstellungen der Medizin geben, um so den Naturwissenschaftler zum kompetenten Gesprächspartner für den Mediziner auszubilden. Die Naturwissenschaftler sollen in die Lage versetzt werden, medizinische Probleme zu erfassen mit Hilfe der Informatik und Statistik bearbeiten zu können.