Einkommensanalyse von Führungskräften in der chemischen Industrie

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Der Lehrstuhl für Personal unter der Leitung von Professor Christian Grund führt gemeinsam mit dem Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der Chemischen Industrie e.V. und der Gesellschaft Deutscher Chemiker eine Einkommensumfrage unter Fach- und Führungskräften in der chemisch-pharmazeutischen Industrie durch. Es handelt sich dabei um eine repräsentative Wiederholungsbefragung, die bereits seit 2008 durchgeführt und jährlich von mehr als 5.000 Befragten beantwortet wird.

Die im Zuge des Projekts gewonnenen Daten geben Auskunft über Erwerbstätigkeit, Bildungsniveau und Karriereverläufe der Teilnehmer, sowie detailliert über die Entwicklung von Gesamteinkommen, Vertragsgehalt sowie weiteren variablen Bestandteilen in der Chemie- und Pharmabranche. Da jedes Jahr die gleichen Personen angeschrieben werden, lassen sich branchenspezifische Einkommensentwicklungen hervorragend aufzeigen.

In einer aktuellen Veröffentlichung von Professor Christian Grund und Benedikt Gerst vom Lehrstuhl für Personal werden Einkommenseinbußen nach vorherigen Erwerbsunterbrechungen belegt. Diese treten nach Zeiten der Arbeitslosigkeit noch stärker auf als nach anderen Erwerbsunterbrechungen und betreffen Bonuszahlungen mehr als fixe Entlohnungsbestandteile.

Aktuell wird der Vermutung nachgegangen, inwiefern geschlechtsspezifische Schwellenwerte bei der Inanspruchnahme von Elternzeiten eine Bedeutung für die Entlohnung und die Karrieren nach der Rückkehr in den Beruf haben.