Space Camp statt Strand

21.07.2012
Teresa und Philip dürfen eine Woche lang das Space Camp der NASA in Texas erkunden. Urheberrecht: Martin Lux

Während ihre Altersgenossen Urlaub machen stellen sich Teresa und Philipp neuen Herausforderungen. Die 17-jährige Schülerin und der 19-jährige Abiturient aus Aachen wurden für einen einwöchigen Aufenthalt im Space Camp in Huntsville, Texas, ausgewählt. Die Reise in die USA und den Aufenthalt finanziert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem das RWTH An-Institut ACCESS e. V. bei der Auswahl geeigneter Schülerinnen oder Schüler in Aachen behilflich war.

 

Das Space Camp wird von der NASA unterstützt und ist vom 21. bis zum 29. Juli komplett internationalen Gästen vorbehalten. In der Woche absolvieren die Jugendlichen ähnliche Trainings wie Astronauten vor einer Reise ins All.

Teresa und Philipp berichten hier aus den USA über ihre Erfahrungen:

 

Die letzte Etappe: Teresa und Philipp treffen einen echten Astronauten

Der letzte Tag begann zunächst mit dem Packen der Koffer, worauf das Frühstück folgte. Anschließend hatten wir Zeit, mit den anderen Gruppen unsere Adressen, Telefonnummern und Facebooknamen auszutauschen. Danach ging es zum Spaceball. Das war ein Quiz, bei dem getestet wurde, wir viel wir diese Woche gelernt hatten. Die einzelnen Teams mussten gegeneinander antreten und Punkte für das eigene Team sammeln.

Abschlussfeier und Siegerehrungen

Anschließend begann die Abschlussfeier, die in den USA graduation heißt. Die einzelnen Teams wurden auf die Bühne gerufen und jeder durfte dem Astronauten Robert Hut Gibson die Hand schütteln. Außerdem wurden Medaillen für bestimmte Verdienste verliehen wie zum Beispiel für den Gesamtgewinner des Eierraketenwettbewerbs, den Spaceball und weitere Wettbewerbe. Die Medaille für denjenigen, der den Geist der Raumfahrt und den Teamzusammenhalt am besten repräsentierte, ging an die Australierin aus unserem Team. Leider mussten wir uns danach von allen verabschieden.

Ein letzter Stadtrundgang und dann zurück in die Heimat

Für uns ging es nämlich für eine Nacht ins Hotel, da unser Flug erst einen Tag später ging. Die Zeit dazwischen nutzten wir, um uns Huntsville anzugucken. Insgesamt war das Spacecamp eine tolle Erfahrung und wir würden es jederzeit wieder machen!

 

Etappe 5: Brenzlige Manöver und viel Spannung

Der Tag begann direkt mit einem Highlight, dem Moonwalksimulator. In diesem kann man die um fünf Sechstel kleinere Schwerkraft auf dem Mond erleben, was zu komischen Bewegungen und unerwarteten Luftsprüngen führt.

In schwindelnden Höhen

Danach hatten wir etwas Zeit noch einmal den Achterbahnsimulator und den Spaceshot auszuprobieren. Anschließend ging es zum sogenannten Pamper Pole, einem 50 Fuß hohen Holzstamm, den man hochklettern muss, sich anschließend auf der wackelnden Spitze aufrichten und umdrehen muss und schließlich in Richtung eines Seils hinunter springen sollte. Es war wieder sehr heiß, hat aber auch ziemlich Spaß gemacht.

Die Tücken einer Weltraummission

Nach dem Lunch hörten wir uns einen Vortrag über die Apollomissionen an, bevor endlich die letzte Mission begann. Dabei gab es in der Simulation viele Krankheiten, Probleme und sehr viele Tote. Durch Allergien, Tornados und ein Elektrizitätsproblem war die Bodenstation sehr beschäftigt. Aber auch im Weltraum gab es Komplikationen wie Sonneneruptionen, die das gesamte ISS-Team töteten.

Außerdem krachte das Shuttle beim Andocken in die Station, was wiederum beide Crews tötete. Wenn der Verantwortliche für einen Tod etwas Peinliches wie etwa einen Tanz vor der Cafeteria machte, durfte die Leiche wieder zum Leben erwachen. Deshalb dachten wir, dass wir es trotz einiger Beerdigungen schaffen würden, doch offensichtlich war bei der Landung des Shuttles auf der Erde der Frachtraum offen geblieben, was die ganze Mission zum Scheitern brachte.

Die Rakete startet und landet... im Baum!

Nach dem Abendessen dürften wir endlich unsere selbst gebauten Raketen zünden. Eine der Raketen schaffte es nicht den Fallschirm auszuklappen, woraufhin dieser zerstört wurde. Der andere Fallschirm funktionierte zwar, doch wegen der großen Höhe ging das Ei in der Rakete trotzdem kaputt. Unsere Rakete zündete gut, auch der Fallschirm funktionierte. Leider wurde sie jedoch in einen Baum abgetrieben. Trotzdem haben wir die Challenge gewonnen, weil die Rakete sicher hinunter kam und wir unser Budget nicht überschritten hatten.

Und zum Abschluss ein Blick in den Sternenhimmel

Später hörten wir dann noch einen Vortrag über das Shuttleprogramm, machten ein Produktionssteigerungsspiel und schauten mit dem Teleskop in den Himmel. Der letzte Tag war definitiv der spannendste und beste. Morgen haben wir schließlich unsere Graduation und bekommen unser Zertifikat und die Sacecampwings.

 

Etappe 4: Die finale Mission rückt näher

Auch der heutige Tag begann mit zwei Missionstrainings. Unsere dreistündige Mission wird morgen abend sein und wir fühlen uns einigermaßen gut vorbereitet.

Hoch hinaus bei 38 Grad

Anschließend freuten wir auf das Klettern am der 50 Fuß hohen Kletterwand im angrenzenden Camp. Diese Freude wurde aber schnell gedämpft, denn bei 38 Grad in der prallen Sonne macht auch Klettern keinen Spaß mehr. Nach einer Stunde in der Sonne durften wir wegen des strengen Zeitplans weder duschen noch uns umziehen.

Danach gab es Mittagessen und wir haben den Film Space Junk im Imax-3D-Kino geguckt. Hauptsächlich handelte der Film von den Problemen, die der Weltraummüll mit sich bringt, was durch die 3D-Technik sehr anschaulich war.

Gestatten: Teresa, Chefin der Bodenstation, und Philipp, Commander der ISS

Anschließend haben wir entschieden, wer welche Positionen in der finalen Mission besetzen wird. Philipp wird zunächst auf der ISS sein, Experimente durchführen und nach dem Andocken des Shuttles als Commander die Maschine zurück fliegen und auch landen. Teresa wird bei Mission Control auf der Erde bleiben und zwischen Shuttle und Bodenstation kommunizieren und außerdem Chefin der Station sein.

Intergalaktisch, diese Achterbahn

Später besuchten wir zwei Simulatoren. Einer von ihnen stellte eine intergalaktische Achterbahn dar. Der andere, der gforce hieß, erzeugt durch Drehen 4G. Das heit: Man erfährt das vierfache Körpergewicht.

Nach dem Abendessen ging es ins Davidson Center, ein Museum, das sich ebenfalls auf dem Gelände befindet und in dem die Saturn V ausgestellt wird. Nach einem Experiment und einem Vortrag, dessen Inhalt uns morgen bei der Mission helfen soll, gingen wir ins Bett.

 

Etappe 3: Die Eierrakete fliegt sicher

Heute ging das Training für die Missionen weiter. Wir konnten beide die Positionen auf der internationalen Raumstation ausprobieren. Das war zwar interessant, wir werden uns aber in der finalen Mission nicht entscheiden.

Anschließend haben wir unsere Eierrakete fertiggestellt und getestet. Sie hat sowohl den Falltest sicher überstanden wie auch den Schwingtest. Deshalb fühlen wir uns gut vorbereitet auf den Raketenwettbewerb.

Strikter Zeitplan und viel neues Wissen

Nach dem Mittagessen haben wie unsere ersten richtigen Missionen durchgeführt, was zunächst nicht so gut geklappt hat. Dabei muss man einem strikten Zeitplan folgen, wobei oft Verzögerungen entstehen, die zu großen Problemen führen. Später lernten wir noch etwas über die Geschichte der Raumfahrt, was anhand des Museums auf dem Spacecampgelände gut visualisierbar war.

Nach dem Abendessen wurde unser Team aufgeteilt in Piloten und Missionsspezialistinnen und Missionspezialisten. Wir als Piloten dürften die angrenzende Camp Aviation Challenge besuchen. Als erstes ging es in die Zentrifuge, auf der man 3,2g ertragen muss - eine echte Erfahrung.

Sportlich heißer Wettkampf

Anschließend maßen wir uns im Luftkampf, indem wir an Flugsimulatoren zunächst das Starten und Landen üben mussten und uns anschließend gegenseitig abschießen durften. Der gesamte Tag hat Spaß gemacht, nur das Wetter, das sehr warm und schwül ist, ist in Kombination mit den durch Klimaanlagen viel zu kalten Räumen anstrengend.

 

Etappe 2: Von fliegenden Eiern und gutem Essen

Der zweite Tag begann direkt nach dem Frühstück mit dem Bau von Modellraketen. Dazu wurden wir in Teams eingeteilt. Jedes Team hatte die Aufgabe, ein Ei in einer Rakete drei Meter in die Luft zu schießen und es sicher wieder zu Boden zu bringen. Anschließend ging es mit weiteren Vorträgen zu verschiedenen Themen weiter.

Vorbereitung für die finale Mission

Die Vorträge bereiten uns auf die finale Mission vor. Für diese begann heute auch das Training. Dabei bekommt jeder aus dem vierzehnköpfigen Team eine Rolle, zum Beispiel Commander, Pilot, Missionsspezialist eines Shuttles oder verschiedene Aufgaben an der Bodenstation. Insgesamt werden wir vier Trainingszeiten von einer Stunde haben, um verschiedene Positionen auszuprobieren und uns eine für die Mission auszusuchen.

Beim Höhepunkt des Tages ging's rund

Das Highlight des Tages war jedoch der Multi Access Trainer, ein Simulator, bei dem man um alle Achsen geschleudert wird.

Abends hatten wir noch ein paar teambildende Spiele, die jedoch nicht so besonders spannend waren.
Insgesamt war der zweite Tag aufregender als der erste und wir freuen uns auf die kommenden Einheiten.

Interkultureller Austausch

Positiv überrascht sind wir vom Essen, das heute aus Salat und Lasagne bestand. Auch die internationalen Schülerinnen und Schüler lernen wir besser kennen und man lernt viel über andere Länder und Leute.

 

Etappe 1: Zwanzig Stunden Reise bis zur Schwerelosigkeit

Nachdem wir zwanzig Stunden unterwegs waren, sind wir endlich im SpaceCamp angekommen. Zu unserer Überraschung war die Eröffnungsfeier nur eine Stunde, nachdem wir angekommen sind, was dazu führte, dass wir unsere Deutschland-Präsentation improvisieren mussten.

Überlebenstraining und Space-Overall

Danach gingen wir mit Jetlag sehr müde um zehn Uhr ins Bett. Unser erster Tag begann mit einem typisch amerikanischen ungesunden Frühstück, wonach wir direkt mit einer Wasseraktivität begannen. Dabei dürften wir auf einem See raften, was sehr viel Spaß machte.

Danach gab es Mittagessen, wir hörten einige Vorträge und bekamen endlich unsere Spaceo-Overalls. Außerdem besuchten wir den Spaceshot, der Schwerelosigkeit simulierte und sehr viel Spaß gemacht hat. Insgesamt haben wir schon einige Eindrücke von Amerika mit seiner Security gemacht.

Internationale Begegnung

Außerdem haben wir schon neue Bekannte gemacht, da Schüler aller fünfzig amerikanischen Staaten vertreten sind, sowie aus elf anderen Länder, zum Beispiel Norwegen, Neuseeland, Australien, England und Österreich. Wir freuen uns auf die kommende Woche, in der das Flugtraining endlich beginnen kann.