Mythos Gold

18.10.2010

„Gold ist ein zwar ‚nur‘ ein Metall, aber das mit dem größten Mythos“, so Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karl Bernhard Friedrich, Dekan der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik der RWTH Aachen. Wie ein roter Faden zog sich das Thema Gold durch die feierliche Verabschiedung der neuen Absolventinnen und Absolventen, bei der Professor Friedrich auch zahlreiche Eltern und Freunde der Studienabgänger in der Aula des RWTH-Hauptgebäudes begrüßen konnte.

 

Gold wird in vielen Regionen unserer Erde gewonnen. Es gehört zu den Rohstoffen, die als Basis der Wirtschaft und Kulturen dienen. Die Materialtechnik greift diese Rohstoffe auf und verarbeitet sie weiter. Abfälle werden wieder als Rohstoffe für die Verwertung zurückgeführt. Es ist ein Kreislauf, der die vielfältigen Tätigkeiten der Fakultät prägt und die sich auch in der Struktur der drei Fachgruppen Rohstoffe und Entsorgungstechnik, Geowissenschaften und Geografie sowie Metallurgie und Werkstofftechnik wider spiegeln. Professor Friedrich weckte immer wieder die Aufmerksamkeit der Anwesenden mit interessanten Zahlen und Fakten. Ein Studienplatz bei zwölf Semestern koste heute etwa 40.000,- Euro. In Gold aufgewogen bedeute das etwas mehr als zwei Kilogramm Gold. Der Dekan brachte einen anschaulichen Vergleich, der vor allem die Eltern aufhorchen ließ. Damit sich diese Investition auch in der Zukunft rentiert, mahnte Friedrich die Absolventinnen und Absolventen: „Sie haben noch nicht ausgelernt, sondern nur die Grundlage bekommen, Ihre berufliche Zukunft erfolgreich zu gestalten.“ Dass diese Grundlage durchaus solide und viel versprechend ist, zeigt sich allein schon in der Tatsache, dass sehr viele der frisch gebackenen Diplom- und Wirtschaftsingenieure, Master und Bachelor bereits eine Anstellung gefunden haben und daher für die feierliche Verabschiedung absagen mussten. 77 Absolventinnen und Absolventen hatten jedoch die Möglichkeit gehabt, persönlich bei der Feier zu erscheinen und unter dem Beifall der Eltern das Verabschiedungszertifikat aus der Hand des Dekans entgegen zu nehmen.

i. A. Dietrich Hunold

Stand: 10/2010