IASA - Institut für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin

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Der Mensch ist durch Expositionen am Arbeitsplatz oder aus der Umwelt kontinuierlich Gefahrstoffen ausgesetzt, die einen erheblichen Einfluss auf die Genese von Krankheiten haben können. Durch Quantifizierung von gefahrstoff-spezifischen Biomarkern in humanen Körperflüssigkeiten kann die vom Menschen aufgenommene Dosis des Gefahrstoffs bestimmt werden, um entsprechende expositionsreduzierende Massnahmen ergreifen zu können. Damit ist eine effektive Prävention von gefahrstoff-bedingten Erkrankungen möglich.

Zum Nachweis von exogenen Metaboliten oder entsprechenden Reaktionsprodukten mit körpereigenen Molekülen wird eine sehr anspruchsvolle Analytik benötigt, die es erlaubt, diese sehr kleinen Moleküle (M < 600 g/Mol) bis in den unteren ppb-Bereich nachweisen zu können. Dazu ist es notwendig, die Zielmoleküle möglichst spezifisch aus den humanen Körper­flüssigkeiten extrahieren und aufreinigen zu können. Dies erfolgt in der Regel durch Festphasen-Extraktionen an geeigneten Materialien.

Ansprechpartner

Name

Thomas Schettgen

Akad. Rat,

Telefon

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+49 241 80 88285

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Verfügbare Verfahren

Zum spezifischen und empfindlichen Nachweis dieser Metabolite stehen in der core-facility massen­spektro­metrische oder tandem-massenspektrometrische Detektoren zur Verfügung, die mit Hochdruckflüssigkeitschromatographie oder Gaschromatographie gekoppelt werden können.

Neben dem Nachweis von organischen Zielmolekülen ist auch die Quantifizierung von Metallen in humanen Körperflüssigkeiten oder Geweben von Bedeutung. Hierzu steht in der core facility ein hochauflösendes Atomabsorptionsspektrometer zur Verfügung.

Ein Nachweis von Metallen in Gewebeproben kann mit Hilfe eines Mikrowellen-Aufschlussgerätes durchgeführt werden.

Das Labor verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Analytik von Gefahrstoffen bzw. deren Metaboliten in humanen Körperflüssigkeiten und zählt weltweit zu den führenden Institutionen auf diesem Gebiet. Die angewandten Verfahren werden nach internationalen Richtlinien validiert und die Richtigkeit der Analysenergebnisse – wenn möglich - durch die Teilnahme an Laborvergleichsuntersuchungen gewährleistet.