RWTH ist beim Qualitätspakt Lehre wieder erfolgreich

06.11.2015

Millionenförderung für bessere Studienbedingungen und mehr Lehrqualität.

  Professor Dr. Martin Erdmann vom III.Physikalischen Institut der RWTH Aachen Urheberrecht: Peter Winandy Mediales Lernen in der Vorlesung – RWTH-Professor Martin Erdmann setzt Internetplattformen ein.

Bundesweit gab es zum laufenden Wintersemester 2015/2016 wieder Rekorde bei den Einschreibungen, die Hochschulen zählen aktuell rund 2,7 Millionen Studierende. Um diesen jungen Menschen gute Studienbedingungen zu bieten, haben Bund und Länder die zweite Phase des Qualitätspakts Lehre eingeleitet. Im Rahmen einer Ausschreibung wurden 174 Fortsetzungsanträge von Hochschulen eingereicht und von Experten begutachtet. Die Bekanntgabe der Entscheidungen des Auswahlgremiums erfolgte am 6. November 2015 im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die erfolgreichen Hochschulen erhalten von 2016 bis 2020 rund 820 Millionen Euro, um ihre Studentinnen und Studenten besser betreuen zu können.

Die RWTH ist in der zweiten Förderperiode wieder zweifach dabei: Ihr Antrag „RWTH 2020 Exzellente Lehre“ und der Verbundantrag gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund wurden positiv beschieden. Das von der Aachener Hochschule beantragte Fördervolumen beträgt fast 20 Millionen Euro. „Die RWTH ist sehr erfreut über den Erfolg und betrachtet die Auszeichnung als Wertschätzung für die bisher geleistete gute Arbeit. Sie ist Ansporn für alles, was in den nächsten Jahren in der Lehre vor uns liegt“, so Professor Aloys Krieg, RWTH-Prorektor für Lehre, zu den guten Nachrichten aus Berlin.

Bessere Studienbedingungen und Lehrqualität an der RWTH

Mit dem Projekt „RWTH Lehre 2020“ soll erreicht werden, dass mindestens 75 Prozent der Studierenden eines Anfängerjahrgangs mit positiver Studienaufnahmeempfehlung zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden. Die bislang schon ergriffenen und nun fortzuführenden Maßnahmen setzen schon bei der Studienwahl an. Hier bieten eine zentrale Schulprojektstelle, sechs Schülerlabore und Self Assessments für alle Studienfelder Orientierung und Entscheidungshilfen. Diese Maßnahmen für Studieninteressierte wird die RWTH verstärken und ausbauen. Um Studienabbrüche in den Anfangssemestern zu verhindern, gibt es 16 Mentoring-Stellen zur individuellen Betreuung, einen studienbegleitenden Brückenkurs Mathematik und zusätzliche Professuren in vier Grundlagenfächern. Um eine hochwertige Hochschullehre zu sichern, werden neue Lehr- und Lernformen erprobt, Weiterbildungsangebote koordiniert und ein Qualifizierungsprogramm für alle Lehrenden angeboten. Qualitätsziele bilden eine hochschulweit gültige Basis für das Qualitätsmanagement in der Lehre, das als System bis 2020 etabliert sein soll. Grundlegend wurde im gesamten Prozess ein enormer Bedarf an hochwertigen Inhalten für das Blended Learning deutlich. Eine neue Serviceeinheit begleitet nun flächendeckend die Umsetzung moderner, mediengestützter Lehrformate von der Produktion bis zum Controlling.

ELLI – mit Bochum und Dortmund die Ingenieurwissenschaften optimieren

Das Projekt ELLI – Kurzform für Exzellentes Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften – ist ein Verbund von RWTH und den Universitäten in Bochum und Dortmund. Es hat konkret die Ingenieurwissenschaften im Fokus und will deren Ausbildung optimieren. Wesentliches Merkmal des Verbundes ist die Beteiligung ingenieurwissenschaftlicher und hochschuldidaktischer Einrichtungen. In der ersten Förderphase wurden bereits innovative Lehrmethoden und Studienkonzepte entwickelt, erforscht und in die Praxis umgesetzt. Die Übertragbarkeit von Lehrmethoden und Studienkonzepten auch auf andere Hochschulen, die in der ersten Phase erprobt wurden, steht bei ELLI im Mittelpunkt.

ELLI 2 richtet sich kontinuierlich auf die drängendsten Anforderungen an die Ingenieurausbildung der kommenden Jahre aus: Berücksichtigt werden die Anforderungen der Industrie 4.0, das unternehmerische Denken, die Nutzung der Potenziale virtueller und augmentierter Lernwelten zur forschungs- und praxisnahen Ausbildung. Das Projekt gliedert sich in vier Kernbereiche, deren Arbeitsprogramme auf diese Entwicklungen maßgeschneidert sind: Remote Labore und virtuelle Lernwelten, Globalisierung, Student Life Cycle und Entrepreneurship.

Redaktion: Presse und Kommunikation