Service

 

Welche Serviceleistungen bietet die FCF an?

  • Individuelle Hilfestellung bei der Konzeption von auf Durchflusszytometrie basierenden Experimenten
  • Hilfestellung bei der Probenvorbereitung durch state-of-the-art Protokolle zur Isolierung und Anfärbung von Zellen aus humanen und murinen Geweben
  • Bereitstellung geeigneter Antikörper für die Kompensation und zur Kontrolle der Färbung
  • Praktisches Training zur Zellanalyse am FACS Canto. Dieses Gerät steht allen Nutzern offen und erlaubt eine komplexe Viel-Farben-Analyse von Zellpopulationen.
  • Zellsortierung unter S1 Sicherheitsbedingungen gemäß Nutzervorgaben als Serviceleistung
  • Individuelle Unterstützung bei der Auswertung und Interpretation der FACS Daten
  • Seminare über Grundprinzipien, Einsatzmöglichkeiten und Fortschritte in der Durchflusszytometrie
  • Bisher einzigartige Möglichkeit der Zellanalyse in Deutschland - Nutzung unsers neuen Spectral flow cytometer FACS Aurora (Cytec): Aurora ermöglicht es das gesamte Farbspektrum eines Fluoreszenzfarbstoffes zu messen und nicht nur dessen Emissionsspitze. Dadurch ist es möglich mehrere Fluorochrome mit ähnlichen Emissionsmaxima anhand ihrer Unterschiede im Emissionsspektrum zu unterscheiden. Hierdurch werden neue Farbpanels mit bis zu 24 Parametern ermöglicht und es können relevante Aussagen anhand der Autofluoreszenz der Zellen/Partikel gemacht werden.

Wer kann die FCF nutzen?

In erster Linie steht die FCF allen Mitgliedern der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen offen. Wissenschaftler anderer Forschungseinrichtungen sind, je nach Auslastung unserer Geräte, ebenfalls willkommen Serviceleistungen der FCF in Anspruch zu nehmen.

Wie können Sie von den Serviceleistungen der FCF profitieren?

Durchflusszytometrie ist die Goldstandard-Technologie zur Aufreinigung und Analyse von Zellen mit komplexen Phänotypen, und der optimierte Einsatz von Durchflusszytometrie kann die Forschung in allen Schwerpunkten der Medizinischen Fakultät entscheidend voranbringen. Technologische Fortschritte im Bereich der Durchflusszytometrie stellen seit Jahren die Weichen für bahnbrechende Entdeckungen in einer Vielzahl von Forschungsfeldern, etwa in der Zellbiologie, Immunologie, Molekularen Medizin und der translationalen Medizin.

FACS basierte Technologien sind komplex und entwickeln sich rasch weiter. Das macht es für einzelne Wissenschaftler / Institute schwer, technisch auf dem neuesten Stand zu sein und die vielfältigen Möglichkeiten der Durchflusszytometrie optimal für das eigene Experiment zu nutzen.

Die FCF ermöglicht über die Grenze einzelner Forschungsdisziplinen hinweg die Nutzung von Durchflusszytometrie basierten Arbeitstechniken an zeitgemäß ausgestatteten und hervorragend gewarteten Geräten. Zur Zeit kann in der FCF nur Material der Sicherheitsstufe S1 sortiert und analysiert werden. In naher Zukunft werden wir unsere Facility erweitern, so dass es möglich sein wird auch potentiell infektiöse humane Primärzellen und Materialien, die unter die Sicherheitsstufe S2 fallen, zu verwenden

Auch bei der Planung Ihrer Versuche und der Auswertung der Messdaten bietet die FCF Unterstützung.

Durchflusszytometrie – Grundlagen und Funktionsweise

Bei der Durchflusszytometrie werden gleichzeitig unterschiedliche Eigenschaften von Partikeln erfasst, die in einem Fluidstrom einzeln den Lichtstrahl eines Lasers passieren.

Die gemessenen Parameter umfassen physikalische Eigenschaften (Partikelgröße und -struktur) sowie die relativen Intensitäten verschiedener Fluororeszenzfarbstoffe. Die so vermessenen Partikel sind häufig eukaryotische Zellen. Es ist jedoch auch möglich, Mikroorganismen oder nicht-zelluläre Partikel durchflusszytometrisch zu analysieren.

Sorgfältig ausgearbeitet Färbungsprotokolle ermöglichen nicht nur Informationen über die Zusammensetzung von Molekülen an der Zelloberfläche, sondern können darüber hinaus auch genutzt werden um zytosolische oder sekretierte Moleküle zu untersuchen und post-translationale Modifikationen zu erfassen.

Die Durchflusszytometrie ermöglicht also eine umfassende Analyse zellulärer Phänotypen. Eine weitere Hauptanwendung der Durchflusszytometrie ist darüber hinaus die physikalische Trennung definierter Zell- oder Partikel-Populationen aus einer heterogenen Ausgangspopulation in einem Prozess, der als Zellsortierung bezeichnet wird. Durch FACS-basierte Zellsortierung können hoch-aufgereinigte und genauestens definierte Zellpopulationen isoliert werden, die dann für weitere Untersuchungen wie in vivo Zelltransfers oder „omics“-Technologien zur Verfügung stehen.

  Durchflusszytometrie-basierte Zellsortierung am BD FACS Aria Urheberrecht: FCF

Durchflusszytometrie-basierte Zellsortierung

Durchflusszytometrie-basierte Zellsortierung am BD FACS Aria: In der Durchflusszelle passieren einzelne Zellen / Partikel den Lichtstrahl eines Lasers und das Detektionssystem. Dabei werden bis zu elf Parameter, einschließlich Partikelgröße und -Struktur sowie Fluoreszenzintensitäten erfasst. Die gewünschte Zellpopulation wird mit einer elektrischen Ladung versehen, in einem elektrischen Feld abgelenkt und kann so von den übrigen Zellen getrennt in einem Röhrchen, einer Multiwell-Platte oder auf Objektträgern aufgefangen werden.