Khatuna Kakhiani

  Khatuna Kakhiani Urheberrecht: Timo Merki Dr. Khatuna Kakhiani

„Ja natürlich, ich kann mir das sehr gut vorstellen, an der RWTH als Wissenschaftlerin und Dozentin zu arbeiten.“ Die georgische Wissenschaflerin Dr. Khatuna Kakhiani von der Staatlichen Universität Tbilisi antwortet in fließendem Deutsch. Das kommt nicht von ungefähr, denn Sie hat nach dem Chemie-Studium in Ihrer Heimat an der Universität Karlsruhe (TH) promoviert und 2004 erfolgreich mit Magna cum Laude abgeschlossen. Nebenbei bemerkt: Ihr Doktorvater war Prof. Horst Hippler, derzeitiger Präsident der deutschen Hochschulrektorenkonferenz. Kürzlich war sie mit ihrem Kollegen Dr. Kakha Tsereteli für einige Tage zu Gast an der RWTH Aachen, um am Rechenzentrum an Workshops im High-Performance Computing teilzunehmen. Beide zeigten sich begeistert von den Rechnerkapazitäten der RWTH Aachen: „Das ist hundertmal schneller als wir es gewohnt sind, wenn man die Programme entsprechend entwickelt“.

Zweiter Besuch an der RWTH Aachen

Nach ihrer Promotion hat sich Dr. Kakhiani bei Forschungsaufenthalten in den USA intensiver mit der Dynamik der chemischen Reaktionen, insbesondere bei Hochleistungsrechnern, beschäftigt. Im Jahr 2012 war sie bei Prof. Dr. Ravi Xavier Fernandes am Stoßwellenlabor, kurz SWL, der RWTH Aachen für einen vom DAAD geförderten Forschungsaufenthalt zu Gast und entdeckte auf den RWTH-Webseiten die Angebote des Rechenzentrums. Nun ist Khatuna Kakhiani zum zweiten Mal an der RWTH in Aachen und hat gleich einen weiteren Kollegen von ihrer Heimatuniversität mitgebracht.

Wir suchen nach neuen Wegen in der Entwicklung von Simulationssoftware für die Materialwissenschaften. Mit ihrem anwendungsorientierten Ansatz ist die RWTH Aachen der beste Ort, um darüber mehr zu lernen.

Dr. Kakha Tsereteli

  Kakha Tsereteli Urheberrecht: Timo Merki Dr. Kakha Tsereteli

Ziel sei es, in der Zukunft auch in Georgien eine Forschungsgruppe im High-Performance Computing einzurichten. Natürlich würde auch er gerne wieder nach Aachen zurück kommen. Neben den Forschungsmöglichkeiten sind beide georgischen Wissenschaftler von der Stadt sehr angetan: „Aachen bietet ein gesundes Zusammenleben von Altem und Neuem.“ Und noch etwas ist den beiden in der Stadt aufgefallen: „Die besondere Lage von Aachen und die Freundlichkeit der Bewohner machen die Stadt noch attraktiver, man fühlt sich gleichzeitig im Zentrum von Europa und zu Hause."

Botschafterin für die RWTH Aachen

Dr. Khatuna Kakhiani freut sich zunächst aber auf ihre Aufgabe als Botschafterin für die RWTH Aachen, die sie im Rahmen des Forscher-Alumni-Projekts wahrnehmen wird. „Es findet an den georgischen Hochschulen jedes Jahr im Mai ein 'Deutscher Tag' statt, an dem über das Studium in Deutschland und gemeinsame Deutsch-Georgische Bildungsprogramme informiert wird. Im nächsten Jahr wäre ich gerne bereit, die RWTH Aachen an der Staatlichen Universitat Tbilisi ausführlicher vorzustellen.“

 

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